Keine große Persönlichkeit, auch keine bekannte Region ist für den Namen unserer Schule Pate gestanden. Die Wildbäche, die sich in die Südhänge des Kramers furchten, gaben der Tallage zur Loisach hin den Namen "Gröben"; danach ist unsere Schule benannt.

 

Dafür ist aber der Architekt der Schule umso berühmter: Dipl.-Ing. Ernst Maria Lang wurde der "geistige Vater" der Schule Am Gröben. Sein Entwurf von der Schule wurde im Rahmen eines Wettbewerbs eingereicht und bekam unter einem Dutzend anderer Vorschläge "den eindeutigen Vorzug". Das Hauptgebäude an der Maximilianstraße wurde als erster Bauabschnitt nach eineinhalbjähriger Bauzeit fertiggestellt und 1953 seiner Bestimmung übergeben. Besonderer Wert wurde auch auf die innere Ausstattung gelegt. Neue Wege wurden hier gegangen, und der kritische Besucher sollte "alles an Vorstellung über einen Schulbau" alten Stils "über Bord  werfen" angesichts der Überraschungen, die die Schule bot: Die Verwendung von Marmor, die Gliederung des Foyers durch Rundsäulen, ein Wandbrunnen mit Mosaik und Gemälde in Bienenwachstechnik von Kunstmaler Manninger.

 

Bei der Einweihung des Schulhauses am 12. September 1953 wurde allseits gerühmt, dass "die neue Schule in ihrer gelungenen und lockeren Form ihrem Schöpfer ein eindeutiges Lob ausspricht" und "alle denkbaren Voraussetzungen für eine frische und lebendige Atmosphäre" gegeben sind. Im ersten Schuljahr waren neun Volksschulklassen und drei Klassen der Landwirtschaftlichen Berufsschule am Gröben untergebracht.

 

Der westliche Querflügel - ursprünglich für "Wirtschaftsräume wie Schulküche u. ä." konzipiert - wurde 1956 in Abänderung des Gesamtplans als "zweigeschossiger Klasszimmerbau" errichtet. Die Errichtung dieses Baus war notwendig geworden, um Platz für die evangelische Schule zu schaffen, die aus dem Gebäude am Marienplatz ausziehen musste. Hier zog die Spielbank ein. Es bestanden nun eine katholische und eine evangelische Schule nebeneinander.

 

Anfangs der 60er-Jahre entstand die Schulturnhalle mit allen Nebenräumen. Am 7. Januar 1976 vernichtete ein Brand weitgehend die alte Turnhalle des Turnvereins Garmisch an der Loisachbrücke. Nach mehreren Vorschlägen fiel die Entscheidung für den Neubau einer weiteren Turnhalle am Gröben. Die neue Halle des Turnvereins entstand östlich der Schulturnhalle. Am 17.1.1978 wurde diese Sportstätte fertiggestellt und dient seitdem auch der Schule zusätzlich für den Sportunterricht.

 

Die vorhandenen Räume reichten jedoch für die Zukunft nicht aus; denn der Schule fehlten nach wie vor die notwendigen Fach- und Nebenräume wie Werk-, Physik-, Maschinenschreibraum, eine Schulküche und ein Lehrmittelzimmer. Diese Räume konnten am 14.11.1980 im neu entstandenen Fachraumanbau eingeweiht werden und brachten der Schule einen unschätzbaren Gewinn.

 

Bemerkenswertes, Kurioses, aber auch Tragisches aus der Schulgeschichte:

2.7.1954

Der Unterricht muss wegen Hochwassergefahr vorzeitig beendet werden (=hochwasserfrei!).

21.11.1956

Spinale Kinderlähmung tritt auf: 4 Kinder erkranken, 1 Kind stirbt, ein Drittel der Kinder fehlt.

18.7.1958

Bei den Bundesjugendspielen wird der Sportplatz am Gröben "Ritter-von-Halt-Stadion" getauft.

12.9.1962

Es gibt keine eigene katholische und evangelische Schule mehr.

Neuer Name:  „Volksschule Garmisch-Partenkirchen Am Gröben“.

12.9.1969

Erstmals kommen die Grainauer Hauptschüler an die Gröbenschule.

13.9.1974

Die Fünf-Tage-Woche wird an den Schulen eingeführt.

10.9.1982

Die Hauptschüler aus Farchant besuchen nun auch die Volksschule Am Gröben.

April 1985

Die Schule führt das erste offizielle Betriebspraktikum im Schulamtsbezirk durch.

30. Juli 1985

Erster Spatenstich für den Allwetterplatz hinter der Schulturnhalle

Juli 1986

An der Gröbenschule hält der Computer seinen Einzug: Eine erste Arbeitsgruppe „Informatik“ wird gegründet.

September 1997

Die Schule erhält zwei zusätzliche Klassenzimmer in Fertigbauweise

Sommer 2001

Die ganze Schulfamilie der Gröbenschule gestaltet in gemeinsamer Arbeit den Pausehof um.

Ein „Pausepark für Kinder“ entsteht.

September 2005

Nun besuchen auch die Grainauer Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe die Volksschule Am Gröben, nachdem in Grainau die Teilhauptschule aufgelöst wurde.

September 2005

Ein Brand unbekannter Ursache zerstört die gesamte Fahrradhalle und beschädigt die angrenzenden Garderobentrakte der Sporthalle.

November 2005

Im Pausenpark wird auf dem kleinen Hügel im Grundschulbereich eine Super-Rutsche errichtet.

Oktober 2006

Die neue Fahrradhalle wird ihrer Bestimmung übergeben.

Januar 2007

Das neu entwickelte Leitbild der Schule wird im Kongresszentrum der Öffentlichkeit vorgestellt.

September 2007

Das Modell einer Nachmittagsbetreuung „Zeit für mich am Gröben“ wird eingeführt.

April 2008

Die neu eingerichtete Schülercafeteria nimmt ihren Probebetrieb auf.

September 2011

Aus der Grund- und Hauptschule Am Gröben wird die Grundschule und Mittelschule Garmisch-Partenkirchen

am Gröben. Die Mittelschule gehört zum Mittelschulverbund Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald.

Gemeinsam schaffen wir vieles!

Textfeld: Aus der Schulchronik